Bush sagt Besuch in Genf nach Protesten ab onDemonstrations in Egypt

 
Bush sagt Besuch in Genf nach Protesten ab
 
Der ehemalige US-Pr?sident George W. Bush hat seine Teilnahme an einer Spendengala in Genf abgesagt. Zuvor hatte Amnesty International seine Festnahme verlangt
Nachdem der ehemalige US-Pr?sident George W. Bush auf seinen Besuch in der Schweiz verzichtet hat, wird über den eigentlichen Grund für seine Absage gestritten.
Menschenrechtsaktivisten sehen darin den Beweis, dass Bush strafrechtliche Schritte gegen sich fürchtet. Die jüdische Organisation, die ihn zu einer Spendengala für Israel nach Genf eingeladen hatte, gab an, es h?tte ein zu gro?es Sicherheitsrisiko bestanden. Der Sprecher der Organisation sprach von "intellektuellem Terrorismus" derer, die gegen den Besuch protestierten
Mehrere Menschenrechtsorganisationen hatten ihren Protest gegen Bush angekündigt. Offenbar riefen die Menschenrechtler dazu auf, extra Schuhe zur Demonstration mitzubringen. Damit nahmen sie Bezug auf einen Vorfall aus dem Jahr 2008, als ein irakischer Journalist auf einer Pressekonferenz einen Schuh nach Bush geworfen hatte. Der Schuhwurf gilt in der arabischen Welt als schwere Beleidigung.
Zudem haben mehrere der Organisationen Klagen gegen Bush eingereicht – insgesamt sollen es 17 gewesen sein. Darunter war auch Amnesty International. Die Organisation forderte die Schweizer Bundesanwaltschaft auf, eine Untersuchung wegen Folter einzuleiten und Bush festzunehmen. Kritiker verweisen darauf, dass Bush in seinen Memoiren selbst zugegeben habe, als Pr?sident gewisse Foltermethoden wie das sogenannte Waterboarding (simuliertes Ertr?nken) autorisiert zu haben. Bush sei "dringend tatverd?chtig, internationales Recht gebrochen zu haben", sagte die deutsche Amnesty-Generalsekret?rin Monika Lüke am Rande der Sicherheitskonferenz in München.
Das Bundesamt für Justiz in Bern vertritt jedoch die Ansicht, dass Bush auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt noch Immunit?t genie?t. Bush h?tte am kommenden Samstag in Genf mit rund 600 weiteren G?sten an dem Gala-Diner der jüdischen Organisation Keren Hayessod teilnehmen sollen.
 
 
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