gypten zwischen Gespr?chen und Gewalt on Demonstrations in Egypt

 

gypten zwischen Gespr?chen und Gewalt on Demonstrations in Egypt
 
Vizepr?sident Suleiman verhandelt mit der Muslimbruderschaft das Ende des Ausnahmezustands. Die Proteste gehen weiter, ebenso die Gewalt gegen Demonstranten und Reporter
In ?gypten kommt nach den wochenlangen Protesten der Dialog in Gang. Der ?gyptische Vizepr?sident Omar Suleiman hat erstmals führende Mitglieder der Muslimbruderschaft empfangen, um mit ihnen über einen Ausweg aus der Krise zu sprechen.

Nach Angaben des Staatsfernsehens einigten sich die Vertreter der Opposition und Vizepr?sident Omar Suleiman darauf, den seit 1981 geltenden Ausnahmezustand im Land zu beenden. Voraussetzung sei allerdings, dass die Sicherheitslage ein Ende des Ausnahmezustands erlaube, hie? es im ?gyptischen Fernsehen. Eine offizielle Best?tigung gab es zun?chst nicht.

Der Ausnahmezustand hatte es der politischen Führung des Landes jahrzehntelang erm?glicht, die Opposition zu unterdrücken. Zudem vereinbarten beide Seiten nach Angaben des Fernsehens, dass ein Komitee gebildet werden soll, dass binnen eines Monats die Verfassung überarbeitet. Bei der Verfassungsreform geht es vor allem um die Voraussetzungen für eine Kandidatur bei den im September geplanten Pr?sidentschaftswahlen, bei denen Staatschef Hosni Mubarak nicht mehr antreten will.

Die Muslimbruderschaft hatte ihre Sprecher Mohammed Mursi und Saad al-Katatni, ein Mitglied ihres Leitungsrates, zu Suleiman geschickt. Nach Angaben der staatlichen Medien nahmen an dem Treffen auch unabh?ngige Pers?nlichkeiten wie der christliche Unternehmer Naguib Sawiris teil. Ebenfalls an den Gespr?chen seien Abgesandte s?kul?rer Oppositionsparteien und unabh?ngige Rechtsexperten beteiligt gewesen. Auch der führende Oppositionelle Mohamed ElBaradei hatte einen Vertreter entsandt. Der am Vorabend ernannte neue Generalsekret?r der regierenden Nationaldemokratischen Partei (NDP) von Pr?sident Hosni Mubarak war ebenfalls eingeladen.

Die Muslimbrüder, deren Mitglieder seit Tagen in gro?er Zahl auf dem Kairoer Tahrir-Platz demonstrieren, hatten anfangs erkl?rt, sie stünden erst nach Mubaraks Rücktritt für einen Dialog zur Verfügung. Da aber mittlerweile verschiedene andere Kr?fte der Opposition zwischen der Regierung und den jugendlichen Demonstranten vermitteln, sehen die Muslimbrüder offensichtlich nun auch einen Zwang zu handeln.

Unterdessen gingen die Proteste auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo und auch in Alexandria weiter. Rund 6000 Demonstranten versammelten sich in Kairo, um den Rücktritt von Pr?sident Hosni Mubarak und seiner Regierung zu fordern. Auf dem zentralen Platz der Proteste feierten koptische Christen zudem einen Gottesdienst. Die Kopten sind in der Frage gespalten, ob man gemeinsam mit den Muslimbrüdern eine Allianz gegen das korrupte alte System bilden sollte. Das geistliche Oberhaupt der Kopten, Papst Schenuda III., hatte Mubarak am Samstagabend den Rücken gest?rkt.

 

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